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Hautkrebs-Screening

Früherkennung von Hautkrebs

Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten. Auch jüngere Menschen sind immer öfter betroffen. Gut zu wissen: Bösartige Hautveränderungen lassen sich schon frühzeitig erkennen und dann in der Regel auch gut behandeln.

Seit dem Jahr 2005 hat sich die Anzahl der Menschen mit der Diagnose „Schwarzer Hautkrebs“ in Deutschland mehr als verdoppelt; beim weißen Hautkrebs haben sich die Fallzahlen sogar nahezu verdreifacht. Diese Zahlen gehen aus dem aktuellen Arztreport der BARMER hervor.

Früherkennung kommt bei Hautkrebs eine besonders große Bedeutung zu. Deshalb ist die regelmäßige Selbstuntersuchung so wichtig! Achte auf Veränderungen deiner Haut. Besondere Aufmerksamkeit solltest du Leberflecken schenken. Wenn du Veränderungen feststellst, suche bitte deine Ärztin bzw. deinen Arzt auf und lasse sie weiter abklären.

Auch ein sogenanntes Hautkrebs-Screening in der ärztlichen Praxis hilft, Hautkrebs frühzeitig zu entdecken. Diese Untersuchung darf nur von speziell qualifizierten Ärztinnen bzw. Ärzten durchgeführt werden, z. B. von Fachärztinnen und -ärzten für Haut- und Geschlechtskrankheiten, die an einer entsprechenden Fortbildung teilgenommen haben.

Gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf ein Screening. Viele Krankenkassen bieten die Untersuchung aber auch jüngeren Versicherten an. Erkundige dich hier am besten bei deiner Krankenversicherung.

Ablauf der Untersuchung
Zunächst stellt dir die Ärztin/der Arzt Fragen zu deinem gesundheitlichen Zustand, zu Vorerkrankungen und Risikofaktoren. Dann ziehst du dich aus und die körperliche Untersuchung beginnt. Gemäß der Früherkennungs-Richtlinie wird deine gesamte Haut betrachtet:

  • die Kopfhaut (dazu werden die Haare gescheitelt)
  • Ohren und Augen
  • Lippen, Mundschleimhaut und Zahnfleisch
  • Hals, Oberkörper, Achseln, Arme und Hände, After- und Dammregion (einschließlich der äußeren Geschlechtsorgane)
  • Beine und Füße (einschließlich der Zehenzwischenräume und Sohlen)

Abschließend informiert dich die Ärztin/der Arzt über deine persönlichen Risikofaktoren und gibt dir Tipps zu hautgesundem Verhalten. Die gesamte Untersuchung dauert ca. eine Viertelstunde.

Sollte bei der Untersuchung eine verdächtige Stelle entdeckt werden, wird eine Hautprobe entnommen und zur feingeweblichen Untersuchung ins Labor geschickt. Dort kann eindeutig geklärt werden, ob tatsächlich Krebszellen vorliegen. In diesem Fall werden alle weiteren Schritte mit dir besprochen werden.

So bereitest du dich zu Hause auf den Termin vor:

  • Entferne Nagellack von Finger- und Zehennägeln, damit die Ärztin/der Arzt eine Hautveränderung unter den Nägeln erkennen kann.
  • Verzichte auf Körperschmuck wie Ohrstecker oder Piercings – sie können das Erkennen von Veränderungen erschweren.
  • Trage kein Make-up auf – es kann Hautveränderungen überdecken.
  • Verzichte auf aufwendige Frisuren (Zöpfe, Steckfrisuren, Gel, Haarspray), damit deine Kopfhaut gut untersucht werden kann.
  • Wähle Kleidung, die du einfach und bequem an- und ausziehen kannst.

Quelle: Pressekonferenz der BARMER: BARMER-Arztreport 2025 – Hautkrebsdiagnosen explosionsartig auf Vormarsch

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Update 02.05.2025