Fasten für die Gesundheit

Fastenzeit: Der bewusste Verzicht

Fasten wird bei den Deutschen immer beliebter. Sprachen sich vor acht Jahren noch 53 Prozent für den bewussten Verzicht aus, sind es inzwischen 63 Prozent. Vor allem jungen Menschen liegt Fasten am Herzen.

40 Tage dauert die Fastenzeit: Sie beginnt am Aschermittwoch und endet an Ostern. Oft sind es keine religiösen Gründe, Verzicht zu üben. Viele Menschen, die fasten, entscheiden sich, 40 Tage ganz bewusst auf Dinge zu verzichten, die nicht gut für ihre Gesundheit sind. „Die ‚Klassiker‘ des Fastens sind oft auch die Dinge, die am meisten fürs schlechte Gewissen verantwortlich sind“, weiß Franziska Kath, Diplom-Psychologin bei der DAK-Gesundheit.

Dies sind, wie bereits im letzten Jahr, Alkohol, Süßigkeiten und Fleisch, wobei die beiden Erstgenannten die Plätze getauscht haben. Wie eine aktuelle und repräsentative Forsa-Umfrage mit 1.046 Teilnehmern im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit zeigt, hat der Verzicht auf Alkohol in diesem Jahr mit 73 Prozent den 1. Platz geschafft, gefolgt von Süßigkeiten (67 Prozent) und Fleisch (46 Prozent). Den kompletten Ergebnisbericht der DAK-Studie gibt es hier zum Nachlesen: www.dak.de

Verzichten, weil es gesundheitlich sinnvoll ist: Dazu zählt auch die Nutzung von Medien. Bei 39 Prozent bleibt in den nächsten Wochen der Fernseher ausgeschaltet. Mehr als jeder Vierte (29 Prozent) möchte in den kommenden Wochen Internet- und Computerfasten. 32 Prozent wollen ihre Zeit lieber mit realen Freunden und mit ihrer Familie als im Internet verbringen.

Schaut man sich die große Gruppe der Fastenden näher an, stellt man fest, dass gerade jüngere Menschen Interesse am Fasten haben: Mit 81 Prozent finden sich die meisten Befürworter in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen. Von den über 60-Jährigen hielten dagegen nur 54 Prozent den Verzicht für sinnvoll.

Und auch zwischen Männern und Frauen zeigen sich Unterschiede: Während Frauen z. B. häufiger als Männer auf Süßigkeiten (70 Prozent) oder auf Fleisch (50 Prozent) verzichten wollen, steht bei Männern der Alkoholverzicht mit 77 Prozent auf Platz 1 der Fasten-Charts.

Nun sind 40 Tage eine lange Zeit. Was tun, wenn man den Verlockungen nicht widerstehen kann? Franziska Kath macht Mut: „Auch wenn es mal nicht klappt, das Fasten komplett durchzuhalten, sollte man aber nicht verzagen. Allein das geschärfte Bewusstsein kann schon viel bewegen.“

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