FSME durch Zeckenstich

Aktuelle Zecken-Gebiete in Deutschland

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Infektionskrankheit, die durch das FSME-Virus ausgelöst wird. Übertragen wird FSME in erster Linie durch infizierte Zecken. Das Robert Koch-Institut informiert jährlich über die aktuellen FSME-Risikogebiete in Deutschland.

Update 12.05.2022

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden im Jahr 2021 insgesamt 390 FSME-Erkrankungen übermittelt, dies entspricht einer Abnahme von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr (712 FSME-Erkrankungen). Allerdings konnten durch einen technischen Fehler etwa fünf Prozent der 2021 gemeldeten FSME-Erkrankungen nicht gezählt werden. Das RKI wird die tatsächliche Anzahl für 2021 noch korrigieren.

Die Mehrzahl der FSME-Infektionen findet von Mai bis Oktober statt. Normalerweise tritt die höchste Fallzahl im Juni auf, doch im Jahr 2021 wurden die meisten Erkrankungen im Juli verzeichnet.

Wo ist das FSME-Risiko besonders hoch?
In Deutschland besteht vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen ein Risiko für eine FSME-Infektion. Zudem befinden sich einzelne Risikogebiete in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Niedersachsen.

Wie das Robert Koch-Institut mitteilt, sind aktuell 175 Kreise in Deutschland als FSME-Risikogebiete definiert. Sechs neue Risikogebiete sind hinzugekommen: in Brandenburg, in Nordrhein-Westfalen und in Sachsen.

Detaillierte Informationen zu allen Landkreisen, die als FSME-Risikogebiete gelten, finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts: www.rki.de. Bitte informieren Sie sich, bevor Sie eine Reise antreten.

Welchen Personen wird eine Impfung empfohlen?
FSME kann nicht ursächlich behandelt werden, man kann sich jedoch vorbeugend impfen lassen. Doch die Impfquoten sind auf niedrigem Niveau – selbst in Risikogebieten und insbesondere bei Menschen über 60 Jahren, bei denen das Risiko einer schweren Erkrankung deutlich erhöht ist. So war die Mehrzahl (99 Prozent) der 2021 gemeldeten FSME-Erkrankten gar nicht oder unzureichend geimpft, sprich: die Grundimmunisierung war unvollständig oder Auffrischimpfungen fehlten.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung für alle Personen, die in Risikogebieten wohnen oder arbeiten oder sich aus anderen Gründen in Risikogebieten aufhalten und dabei ein Risiko für Zeckenstiche haben. Lassen Sie sich bitte bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zur FSME-Impfung beraten.

Quelle: FSME-Risikogebiete in Deutschland. Epidemiologisches Bulletin des Robert Koch-Instituts 9 / 2022, 3. März 2022. www.rki.de

Bildquelle: © animaflora, fotolia.com